Landscape on the table
Nils Nova bewegt sich mit seinem Projekt Malerei – in unterschiedlichen
Medien und nicht zuletzt auch installativen Kontexten – auf eine Bildhaftigkeit
hin, in der die Wahrnehmung von Fläche und Raumillusion fluktuiert
und Gegenständlichkeit und reine Abstraktion sich immer wieder überlagern.
Auch wenn sich Novas Arbeiten weitgehend an alltäglichen Motiven orientieren
und an Fragen, die aus der Malerei selbst erwachsen, so bewegen sie sich
doch immer in unscharfen Grenzbereichen, die jede Gewissheit als potentiellen
Irrweg erscheinen lassen. Denn die Sensation liegt im eigentlichen Wortsinn
nicht im Dargestellten, sondern in der einzig verbindlichen Wirklichkeit
der Darstellung. Dabei versteht er es, diesen intrikaten Umgang mit Vorstellungen
von Realitäten und Darstellungen von Vorstellungen etc. jenseits aller
konzeptuellen Prinzipienreiterei mit feinem Witz aus seiner eigenen Lebenserfahrung
zu entwickeln. Chapeau.
Max Wechsler, 2001